Dolores – auch als ‚U‘

Nach dem Washi hatte ich Webstoffe für die nächsten Monate schon mal abgehakt und war schwer versucht, nicht schon mal ein paar neue Stücke für nach der Geburt zu produzieren, aber ob mir das Paßformorakel wohlgesonnen ist? Muß ich nicht ausprobieren. Daher habe ich dann vor ein paar Wochen doch noch ein ‚Umstands’sommerkleid produziert, aber mit Herbstpotential.

Nach einer etwas ausgiebigeren Google-Suche bin ich auf den Hemdblusenkleid-Schnitt ‚Dolores‘ von Milchmonster gestoßen. Dieser bietet eine ‚Umstandsversion‘, ist aus Webstoff und davon habe ich definitiv mehr im Keller als Jersey.

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Kurz zum Schnittmuster an sich: Verfügbar als PDF, die Größen reichen von 32 bis 48. Nebst einer sehr ausführlichen Anleitung (gut 120 Seiten) werden die unterschiedlichen Komponenten in separaten Dateien bereitgestellt. Zwar ist das Ausdrucken dadurch etwas aufwändiger, aber man klebt zielgerichteter die benötigten Teile zusammen. Zudem werden in der Anleitung zu einigen Punkten verschiedene Nähalternativen angeboten. Etwas ungewohnt für mich war die bereits vorhandene Nahtzugabe von 7mm. Die erklärt sich aber dadurch, daß als Hauptwerkzeug die Ovi vorgesehen ist, was die Näherei natürlich deutlich beschleunigt.

Ich habe Oberteilvariante B (D-Cup) und die ‚Umstandsversion‘ gewählt. Da der Schnitt für eine Körpergröße von 1m65 konzipiert ist, habe ich an gleich zwei Stellen im Oberteil Länge eingefügt (einmal oberhalb des Abnähers und dann im Abnäher, quasi einen rein horizontalen FBA) und nochmal 15cm am Saum (5cm weniger hätten aber auch gereicht). Taschen sind leider nicht vorgesehen und mir ist das auch zu spät aufgefallen.. mangels Lust, die Ovinähte aufzutrennen, bleibt es jetzt dabei.

Der Stoff ist Tula Cotton Soft aus meinem Lager. Ein Baumwollstöffchen, leicht und mit einer glatten Oberfläche, aber auch recht durchscheinend. Empfohlen werden im Schnitt leichte bis mittelschwere Blusenstoffe. Dies ist mein erstes Hemdblusenkleid ohne Muster. Blau war da wohl nicht die allerbeste Wahl, denn es erinnert mich doch stark an einen Arbeitskittel. Immerhin ist dafür der Kleiderschrankkombinatorikfaktor besonders hoch. Frau kann halt nicht alles haben. :-/

Die (leider sehr unaufgeregten) Glasknöpfe stammen aus meinem Fundus. 13 Stück waren es und die habe ich auch alle verbraten.

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(Ja, der Photograph hatte mal wieder keine Lust mehr.)

Die Kosten für diese Zwangerschapsjurk belaufen sich auf €7,50 für das Schnittmuster, sämtliche Materialien stammen aus dem Vorrat. Ungefudelt heißt das: Stoff waren mal 3m à €5,90 (?), die Knöpfe stammen aus einem Knopfglas mit einem Kostenpunkt von €3, Einlage, Garn, Papier etc. kann ich nicht weiter beziffern.

Insgesamt passt es gut in mein derzeitiges ’schnell und sparsam‘-Schema. Ich hoffe, daß es mich die nächsten Wochen noch begleiten kann, genügend Platzvorrat sollte da sein.