Stoffdiät Treffen Juli

Küstensocke hat zum neuen Zwischenbericht geladen.

Den Mai-Termin habe ich galant um einen Tag verpasst. Und obwohl ich nicht wirklich was zu berichten habe (und erst recht keine Bilder zur Hand) – zumindest im Kopf bin ich noch dran. Wirklich genäht habe ich kaum, seit den Osterferien ist meine Kollegin außer Gefecht und ich ertrinke in  Arbeit.

Nicht geklappt hat es diesmal mit der Vermeidung des Stoffkaufs. Auslöser waren die ersten Überlegungen zum Thema England-Hochzeitsgastkleid für Oktober. Ich habe zu Testzwecken etwas Spitze bestellt sowie Unterstoff dazu. Außerdem kamen noch ein paar Stoffe und Bündchen für meinen Filius sowie ein Wunschstoff für ein Geschenk zur Geburt dazu. Obendrein habe ich um drei Ecken eine Kiste mit Kinderjerseys geerbt. Nicht alles davon sagt mir zu und nicht alle Stoffe, die gefallen, sind noch reichlich vorhanden. Im Ernst: Das ein oder andere darf gehen (Totenkopfjersey, anyone?) und manche Stücke reichen vielleicht noch für ein Mützchen und ein Halstuch.

‚Strategien gegen die Rückfallgefahr‘ ist das Thema im Fokus. Ausgerechnet. Bislang hat mich der Nicht-Besuch von Stoffläden oder anderen Quellen davon abgehalten. Online kaufe ich nur in Ausnahmefällen. Da ich aber neulich im Stoffladen war, um Einlage zu kaufen und dann noch einen Wunschstoff für ein Geschenk bestellen mußte – das Ergebnis habt ihr ja gerade gelesen.

Wenn ich losgehe, um Stoff für ein bestimmtes Projekt zu finden, fahre ich meist gut damit, vorher gar nicht groß über die Möglichkeit nachzudenken, dass ich noch andere tolle Stoffe finden könnte. Das erspart mir das Gefühl, etwas zu verpassen. Insofern ist eine selbstauferlegte Stoffdiät natürlich leicht kontraproduktiv. Dafür ziehe ich (Öko-)Kaufklamotten gerade mehr in Betracht als üblich. Obwohl ich bislang nichts erstanden habe, brauche ich dann nicht ‚vorsichtshalber‘ noch Stoff für xyz.

Bei Erbstoffen fällt mir das Nein-Sagen schwer, aber das Aussortieren um so leichter. Und im Grunde liebe ich Erbstoffe. Trüffelschweinchengene.

Obendrein haben wir einiges aus unserem Kleiderschrank entfernt, nur habe ich dieses Mal darauf verzichtet, in fast jedem Fetzen eine Verpflichtung zur Weiternutzung innerhalb unserer vier Wände zu sehen. Es ist nur ein kleiner Teil davon in Richtung Nähtisch oder Putzlappenkiste gewandert.

Okay, bereit für die guten Nachrichten?

Ich habe mich zunächst sehr pflichtbewusst weiter um den Flickkorb gekümmert und den Inhalt auf zwei Hemden und eine Jeans (alles vom Mann) sowie ein Kleid reduziert. Solch Niedrigwasser war da schon lange nicht mehr!

Der Filius brauchte neue Puschen und der Ecopell-Vorrat ist damit auf Applizierreste geschrumpft. Das macht den Braten zwar nicht fett, aber beim nächsten Paar kann ich frei Laune neue Farben aussuchen.

Sehr viel Nähzeit habe ich mit Vorbereitung und Umbau von Schnittmustern verplempert, die ich dann doch nicht eingesetzt habe. Besonders zwei Sweats mit Spitzendruck, die ich letztes Jahr gekauft habe (völlige Schnapsidee), bereiten mir da Kopfzerbrechen. Ich habe beide für WE-Kleider eingeplant. Ganz naheliegend Pullis draus zu nähen kommt für mich nicht in Frage, da ich Sweatshirts allenfalls für Gartenarbeit und vielleicht noch den Marathonstand trage und da gut mit Helferpullis vom DBB versorgt bin. Jetzt ist ja eh erstmal Sommer, vielleicht hab ich im Herbst ja bessere Ideen dazu (legere Blazer?). Haben halt eine Menge Volumen, die zwei.

Außerdem habe ich noch ein paar WIPs (ein Rock, zwei Kleider) produziert, die alle darauf warten, dass ich nochmal zum Stoffladen flitze und dann endlich passende Reißverschlüsse besorge.

Der Filius hat ein paar kurze Hosen bekommen, alle aus Jersey und alle schnell und aus wenig Stoff genäht.

Aktuell in Arbeit, sofern ich das gerade überhaupt so nennen kann, befinden sich die Vorhänge fürs Kinderzimmer (6m) und ein Dolores-Hemdblusenkleid (2,5m incl. Reste) aus einem Stoff, den ich seit knapp 20 Jahren herumliegen haben dürfte.

Ein wenig aussortiert habe ich aber schon. Meine Webware für Röcke und Kleider passt jetzt bequem in eine 45l-Kiste. Eine halbe Kiste habe ich aussortiert, zwei Stoffe (ein Cord und ein dünner, stretchiger Denim) für Kinderhosen beiseite gelegt und zwei weitere zu den Oberteilstoffen umgepackt. Außerdem habe ich einen halben Sack aus der Umbauklamottensammlung aussortiert.

Wieviele Meter das waren, kann ich nicht sagen, ich mag gerade auch nicht nachmessen. Eine halbe 45l-Samla-Box plus der halbe Sack und ein wenig Ecopell. Wenn ich die angefangen Stücke fertig habe, werden das nochmal knapp 10m + 6m von den Vorhängen sein sowie ein umgebauter Wickelrock. Der Zuwachs dürfte das aber überwiegen.

Sobald ich wieder ein wenig Energie übrig habe, um mich an die Nähmaschine zu setzen, möchte ich zum einen endlich ein Anna-Dress nähen (und hoffentlich werden weitere folgen). Ich habe die Schnittteile bereits ausgedruckt. Zudem sind gestern ein paar geplottete Oberteilschnitte angekommen. Ich brauche dringend Nachschub.

Der Plan, um schnell Oberteile zu produzieren und sichtbar Stoff abzubauen ist es, Shirts aus allen geeigneten Uni- und Streifenjerseys zu nähen. Zwar habe ich einige Blusen auf meiner Nähliste, aber Shirts nach meinem Standardschnitt und Plantain gehen einfach fixer und ich habe alles da. Wenn ich dann noch den bereits geklebten Schnitt wiederfinde, kommt ein gerader Jeansrock dazu.

Eigentlich wollte ich ja einfach stapelweise Kleider produzieren und meinen Bestand damit wieder auffüllen. Meine bevorzugten Kleidungsstücke sind Kleider aus Webstoff. Aber ich weiß auch eine gute Shirt-Rock-Kombi zu schätzen.

Was mich weiterhin ärgert, ist der mangelnde Zugriff auf Schnittmuster und Nähhefte. Seit wir das Kinderzimmer als Kinderzimmer brauchen, lagern große Teile meiner Schnitte auf diverse Kisten verteilt ziemlich unzugänglich im Keller. Ich bin manchmal kurz davor, einzelne Schnitte neu zu kaufen, damit ich sie endlich nähen kann und der damit verbundene Stoff endlich seiner Bestimmung zugeführt wird. Na ja, realistisch wäre das jetzt gerade eh nicht.

Da der Mann gerade in einer Sitzung steckt, habe ich ein wenig in der Gegend um die Nähmaschine versucht aufzuräumen (genau, versucht!) und habe damit immerhin ein Bild – ein Berg Stoffe in eine Kiste gequetscht. Alles Stoffe, die sich seit Ostern angesammelt haben, Zuwächse und Lagerstoffe bunt gemischt:

 

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Nun denn, ich hoffe auf bessere Zeiten und schau mich derweil bei den anderen um!

Stoffdiät März-Update

Knapp zwei Monate sind verflogen, im Vergleich zum Vorjahr habe ich exorbitant viel genäht (kein Baby mehr, daß den Abend auf meinem Bauch verdöst) und ein paar Meter Stoff weniger kann ich auch vorweisen. Insgesamt habe ich aber mehr Nähzeit mit meinem Flickkorb, NfAs und der Suche und Auswahl passender Schnitte verbracht, als mit Abbau-Projekten. Dafür habe ich jetzt eine stattliche Liste mit möglichen Projekten, auf die ich zu Inspirationszwecken zurückgreifen kann.

Außerdem muß ich mehr Fotos machen.

Als einziges (fertig gewordenes) Kleidungsstück für mich habe ich ein Lady Skater-Kleid genäht.

[Bild folgt]

Den Jersey in Jeans-Optik mit Möwen (BW mit Elastan) habe ich sogar relativ kürzlich gekauft. Insgesamt drei Meter. Da ich den Schnitt deutlich verlängern musste, brauche ich deutlich mehr Stoff als angegeben.  Für ein (langes) Top für mich reichen die Reste nicht, daher wandern die in die Restekiste und werden abgeschrieben. Vielleicht bekommt der Filius noch was draus.

Das ist mein zweites Kleid nach dem Schnitt und ich schätze, ich werde ihn entweder mithilfe meines Shirt-Schnittes überarbeiten oder jenen direkt mit einem Rockteil verbinden, sofern ich doch noch mehr sollte haben wollen.

 

Als erstes Projekt nach dem Start der Stoffdiät, habe ich neue Kissenhüllen für unsere kleineren Sofakissen genäht. Ich kann nur mit einem Bild des zugeschnittenen Stoffes dienen, die Kissen sind gerade beim Besuch im Gästezimmer.

Den Stoff habe ich vor ein paar Jahren bei I*EA gekauft, für €1/m habe ich gleich die restlichen 8m mitgenommen. Leider haben die Reißverschlüsse der alten Kissenhüllen das Heraustrennen nicht heile überstanden, deshalb war ich dann doch mal im Stoffladen.

Samt einem Zugluftstopper, der jetzt langsam mit Zuschneideresten gefüllt wird, habe ich 1,40m verbraucht.

 

Der Filius hat zwei Hosen nach dem Schnitt Babyhose Ras von Nähfrosch in 92 bekommen.

Der Jaquardjersey lag nur etwa halbe Breite und ist komplett verbraucht (jeweils 60cm). Der Bündchenstoff stammt auch aus meinem Vorrat. Die Kategorie ist zwar sehr dünn besiedelt, aber das macht nix. Der Mann hat kurzerhand die orangenen Ringel für die grüne Hose herausgepickt.

Extra dringend brauchte der Filius auch neue Mützen. Das Schnittmuster ist von Klimperklein, Minutenmütze in der Variante Umschlagmütze.

Hier stoße ich auf ein Problem bei der Bemessung des verbrauchten Stoffes. Rechne ich die Hälfte, weil weniger als halbe Breite benötigt? Rechne ich den Stoff erst, wenn endgültig verbraucht (hier wäre das der Wolkenstoff)? Ich habe mich für Variante 3 entschieden: Irrelevant. Mein Ziel ist ja nicht in Metern, sondern in Volumen definiert.

Außerdem habe ich ein Fat Quarter für einen Beutel für meine Freundin verbraten und einige Dekostoffe weitergereicht. Letzteres dürften so ungefähr 8m gewesen sein.

Gekauft habe ich kein einziges Fitzelchen Stoff, nur Kurzwaren.

Leider habe ich es noch nicht geschafft, alle meine Lagerstoffe zu sichten alle Stoffkisten auszugraben und einen Blick hinein zu werfen. Ich denke, ich werde aber im Laufe der Stoffdiät den ein oder anderen Meter noch gerne in einen anderen Vorrat umziehen lassen.

Während ich noch überlege, was ich als nächstes nähe, schaue ich hier mal, was die anderen so geschafft haben (und hoffe, bis zum nächsten Update etwas erfolgreicher zu sein)!

 

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Stoffdiät 2017 -> Stoffbergabbau

Küstensocke hat zur gemeinsamen Stoffdiät aufgerufen. Da dank Kinderstoffen und wenig Nähzeit meine Stoffbilanz gegen Ende 2016 doch noch in die falsche Richtung gekippt ist und ich endlich mal Licht am Ende des Tunnels sehen will, mach ich mit.

Meine Stoffe lagern (eigentlich) in Samla-Boxen von IKE*. Im Keller. Aktuell habe ich noch einen Beutel aus derselben Quelle im Kaminzimmer stehen, darin befinden sich zum Vorwaschen vorbereite Stoffe, vorallem für den Filius, sowie ein paar Umbauklamotten. Außerdem hege ich die böse Vermutung, daß da noch was zum Vorschein kommt, wenn ich lange genug suche.

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Ich glaube, den Gräserstoff (von meiner Mutter für mich gekauft) habe ich schon länger als meinen Führerschein – und den hatte ich frühestmöglich.

Die oberste Kiste könnt Ihr getrost übersehen, das sind Babyklamotten vergangener Größen. Die unteren beiden Kisten beinhalten Rock- und Kleiderstoffe, aber nur die Webware.

Derzeit horte ich Umbauklamotten (unter anderem zwei Herrenmäntel) in einer 65l-Box, Bekleidungsstoffe in drei 45l-und zwei 22l-Boxen, dazu kommen dann noch eine Kiste Dekostoffe und Reste, die ich mal für einen Restequilt beiseite gelegt habe plus einige wenige Patchworkstoffe, welche ich für Taschenbeutel oder ähnliches gekauft habe. (Ein paar Ornamente in der Rocktasche herumtragen kann ja nicht schaden!) Futter und diverse Einlagen haben jeweils eine eigene kleine Kiste. Das Ecopell für Kinderpuschen passt in einen Umschlag, dafür haben die Kinderstoffe noch nicht so wirklich ein Zuhause.

In die Restekiste wandert bei mir alles, was nicht mehr für ein Kleidungsstück reicht, wobei ich Slips oder Socken nicht als Kleidungsstücke betrachte. Und auch nur, wenn ich noch eine Verwendung dafür sehe. Da ich aus dieser Kiste gerne und großzügig entsorge, ist die mal kein Problem.

Mein Ziel für 2017 ist es, die Stoffe für mich auf zwei 45l-Boxen und die Umbauklamottenkiste zu reduzieren plus eine kleine für Einlage etc. Dazu eine kleine Box für Kinderstoffe und eine weitere kleine für Dekostoffe und alles, was ich verquilten wollte. Außerdem möchte ich alle Kisten beieinander haben. Derzeit sind sie überall im Keller verteilt, das nervt (und ein vernünftiges Photo kann ich auch nicht liefern)!

Erlaubt ist vernähen, verschenken, verkaufen, weggeben, andere DIY. Tauschen ist sinnlos, solange ich den Tauschstoff nicht sofort verwende. Andererseits wird dadurch der Vorrat idR auch nicht größer, daher gestatte ich mir das.

Kaufen darf ich, klar, Mercerie, sofern wirklich nötig. Auch Kombistoffe wie Futter oder Bündchen (für Kindersachen) sind gestattet. Meterware gibts nur für dringende Sofort-Projekte.

Grundsätzlich gilt weiterhin, daß ich nicht ins Blaue hinein produziere. Ich habe, trotz der im September gestarteten Offensive, eine Menge Bedarf im recht leeren Schrank, dem ich möglichst mit Lagerstoffen abhelfen möchte.

Da ich für mich einiges an Stoff beim Resteverkauf in Münster-Wolbeck kaufe und die, je nach dem, an wen man gerät, bisweilen enorm großzügig schneiden, habe ich häufig beträchtliche Restmengen. Ich werde versuchen, den Verbrauch in Metern zu bemessen, wobei ich meine Vorratsmenge in Volumen/Kisten beibehalte.

Und wenn ich nebenbei noch Puste habe, werde ich mich mal von einigen Schnitten trennen.

Hier sammeln sich alle Mitstreiterinnen. Ich drücke uns allen die Daumen! Scheren raus! Maschine an! Und los!

(Und vielen Dank an Dich, Küstensocke, für den Anstoß und die Organisation!)

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Alles neu macht der September

Die letzten Wochen haben schon eine große Änderung mit sich gebracht – das Baby ist mit nicht ganz neun Monaten in den Kindergarten gekommen. Und statt der befürchteten Tränen gepaart mit viel Gebrüll passierte – nichts. Nur viel Begeisterung über neue Spielsachen, die es erkunden und Kinder, denen es hinterherkrabbeln kann. Und – oh! – der Morgenkreis, wenn die Gruppenleiterin die Gitarre holt. Und der riesige Sandkasten! Und ach, einfach alles sooooo interessant! (Und es freut sich, wenn ich nachmittags wiederkomme. Oder der Papa.)

Ich brauche wohl nicht zu betonen, was für ein Stein mir vom Herzen gefallen ist:

Denn für mich ist heute der letzte Tag der Elternzeit, am Donnerstag sitze ich wieder am nicht-heimischen Schreibtisch. Allerdings an einem neuen. Ja, ich habe meine alte Stelle gekündigt, auf mich wartet eine neue Aufgabe!

Das hat mich dazu gebracht, mir nochmal Gedanken über meine Garderobe zu machen. Zum einen passt nicht alles in meinem Kleiderschrank so ganz, manches habe ich in der Schwangerschaft auch bewußt über den Jordan gehen lassen bzw. einfach so lange getragen wie es irgendwie ging. Viel ist also gerade nicht drin. Zum anderen haben sich meine Bedürfnisse und Vorlieben etwas verschoben und statt in einem im Sommer tropischen und im Winter arktischen Büro werde ich künftig in einem eigentlich immer warmen sitzen, vielleicht ab nächsten Sommer mit AC. Gleichzeitig ist der unausgesprochene Dresscode noch etwas legerer. Auf Spielplätzen war ich seit den Zeiten als babysittende Studentin auch eher nicht unterwegs. Außerdem kann ich während der KiGa-/Büro-Zeit Sachen tragen, die nicht notwendigerweise stilltauglich sein müßen. Radtauglich wäre nach wie vor vorteilhaft, aber nicht mehr so notwendig wie früher, weil ich umständehalber doch deutlich weniger Strecken damit zurücklege.

Anfang des Jahres habe ich immerhin zweieinhalb Röcke im Rahmen des Brot-und-Butter-SAL von siebenhundertsachen produziert. Seither sind nebst zwei Kleidern und einem TfT/Hauskleid nur ein paar Kaufsachen dazugekommen. Und eigentlich hatte ich vor, die Eingewöhnungszeit mit Stricken und Nähen zu verbringen, daraus ist aber nichts geworden, klassische Prioritätenverschiebung. Ich seh schon, ich brauche wieder ein Nähdate mit mir selbst.

Zurück zum Thema: Was brauch ich eigentlich?

Zunächst Kleidung für vier Bürotage/Woche, dann stilltaugliche Kleider oder aber Rock-Oberteil-Kombis für die anderen drei Tage plus drei Nachmittage und zudem was ‚Nettes‘ sowie Jacken oder Mäntel. Ach ja, eine Jeans wäre nicht verkehrt.

Obwohl ich, wie schon gesagt, im Büro wohl so fast alles tragen könnte, fühle ich mich erfahrungsgemäß in einem Mindestmaß an ‚ordentlich‘ wohler, zumal mich nicht immer nur exklusiv meine neue Kollegin zu Gesicht bekommt.

Sobald wir wieder klassische Frübst-Temperaturen erreicht haben, der Sommer wird ja wohl nicht mehr lange halten, da plan ich im Frühjahr weiter, habe ich drei zwei Röcke sowie eine leicht zu groß geratene Hose und einen übergangsweise noch tragbaren Sommerrock zu bieten. Der Oberteilstapel ist stark ausgedünnt, für eine Woche Sandkasten reicht es aber noch. Bei den Pullis sieht es ganz gut aus, allerdings klafft bei den Strickjacken eine Lücke zwischen ’sommerlich‘ und ‚für ganz kalt‘ und auch farblich könnte sich da was tun. An Alltagskleidern für Frübst-Wetter hab ich gerade nur zwei, die passen, heile und bequem sind. Für das eine fehlt mir aber eine dazu passende Strickjacke. Dann wären da noch mein Regenmantel, ein ungefütterter Trench, ein Kurzmantel für extrakaltes Wetter sowie mein ‚guter‘ Wollmantel.

Eigentlich brauch ich mal wieder an fast allen Fronten was.

Da ich aus diversen Gründen an einer Nutzung/Abbau/.. meiner Stoffvorräte interessiert bin, hangel ich mich ein wenig dort entlang, wenn es um Nähentscheidungen geht. (Vor einigen Jahren habe ich mir einen Stapelabbau verordnet – nächster Stoff oben vom Stapel, kann ich was sinnvolles draus machen?, ja?, nächstes Projekt, nein?, weitergeben! – der erstaunlich erfolgreich war.)

Ganz oben auf meiner Nähliste stehen daher zwei Romanit-Kleider, da ich noch zwei kleidgroße Stücke habe – und Jersey-Kleider sind für mich die perfekte, legere Büro-Kleidung. Danach werde ich mal meinen Übergangsmantel angehen, der seit dem UFO-SAL letztes Jahr immer noch ein wenig UFO ist. Für September ist das bereits genug, fürchte ich, danach schaue ich weiter und kaufe derweil ein paar Shirts. Stoff dafür ist eh keiner mehr da.

So, und warum ich diesen ganzen Sermon geschrieben habe? Damit ich endlich mal anfange, eine Naht nach der anderen. Anders gehts gerade nicht. Nähkarmapakete sind ausdrücklich erwünscht!

 

 

 

 

 

 

Projekt Brot und Butter – Finale

Passiert ist viel in den letzten Wochen, in Sachen #projektbrotundbutter ein klitzekleines Bißchen weniger. Genäht habe ich immerhin (fast) einen der geplanten Röcke, Hollyburn, und den zuhause und nicht, wie angepeilt, während der Woche bei meiner Familie. Leider ist es mir dort nicht gelungen, rechtzeitig den für die Freilegung der mütterlichen Nähmaschine benötigen Bagger zu beschaffen.
Dummerweise ist der Reissverschluss ein Montagsmodell und gesäumt ist er auch noch nicht. Aber ich bleib dran.

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Da mir hier jemand ins Handwerk gepfuscht hat und mein kopierter Ottobre -Schnitt samt Heft verschollen ist, habe ich einen anderen umgesetzt, Burda, aber aus welchem Heft habe ich vor lauter Stilldemenz schon wieder vergessen. Der Stoff ist jener strechige Jeans, den ich eigentlich wieder ausgemustert hatte. Soviel zum Thema erfolgreiches Planen.
Rock 2 hat schon den ein oder anderen Tag mit mir verbracht. Durch den Strech-Anteil ist er sehr bequem, leider hat er auch ein gutes Knittergedächnis. Da er aber farblich ein Volltreffer ist, unkompliziert zu waschen und viel Bewegungsspielraum zulässt, hat er sich das Prädikat ‚Brot und Butter‘ verdient! Lediglich die Kürze ist gerade etwas ungewohnt. Mit einem Tragefoto kann ich gerade nicht dienen, er ist schon wieder in der Maschine.

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Der geplante dritte Rock.. ach, reden wir besser nicht drüber und freuen uns über erzielte Erfolge, die gibt es nämlich hier zu sehen!

Nochmal vielen Dank an das fleißige Bienchen Siebenhundersachen für Idee und Orga!

Projekt Brot und Butter – Bestandsaufnahme und Pläne

Bei allerfeinstem Frübst-Wetter klinke ich mich mit leichter einem Termin Verspätung noch in das #projektbrotundbutter von siebenhundertsachen ein. Warum? Mein Kleiderschrank befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Also veritable-Kleiderschrankkrisen-erbärmlich. Das meiste, was sich darin befindet paßt mir derzeit nicht oder es ist grandios untauglich zum Stillen. Da ich in den letzten Jahren, nicht nur umzugsbedingt, mehr entsorgt als ersetzt habe, ist eh nicht mehr viel da. Kleine Ausnahme ist da die ‚feine‘ Abteilung, welche zu Weihnachtszwecken auch bereits aufgestockt wurde.

Grundsätzlich bin ich ja Typ Bedarfsnäherin, wobei ich spezifischer Anlaßgarderobe meist den Vortritt lasse und daher immer meilenweit meinem Alltagsbedarf hinterher nähe.

Alltag bedeutet für mich vorerst ‚allein daheim mit Stillkind‘, aufgehübscht durch Treffen des (ehemaligen) Geburtsvorbereitungskurses, seit letzter Woche auch Rückbildung, eine E-K-Gruppe, Physio für den Nachwuchs, sonstige Termine, Besucher oder Verabredungen und natürlich Einkaufen, ein wenig Haushalt etc. Mit der Kombi Rock – Shirt – Strickjacke bin ich da gut gerüstet. Ich kann gut auf Temperaturschwankungen und Flecken reagieren, es ist tendenziell stillfreundlich, bequem, boden- und straßentauglich.

Aktuell habe ich noch zwei halbwegs vorzeigbare Unterteile zu bieten, einen Umstandsrock aus der ersten Schwangerschaftshälfte sowie den VoKuHiLa-Hollyburn, welcher aber nicht mehr auf der Hüfte sondern oberhalb der Taille sitzt und deswegen etwas kurz und nicht besonders vorteilhaft ist.
Passende Kleider habe ich derzeit genau eines, und das ist neu.

Bei den Oberteilen sieht es auch nicht gut, aber deutlich besser aus. Ich trage hauptsächlich alte Shirts, die zugegebenermaßen nicht mehr alle gut in Form sind. Im Herbst habe ich aber auch stilltaugliche Exemplare vorproduziert, allerdings bin ich nur von zweien halbwegs überzeugt, daher habe ich mir noch einige gekauft. Strickjacken sind einige brauchbare vorhanden und bei Jacken und Mänteln komme ich vorerst mit dem aus, was ich habe, Trageeinsatz sei Dank.

Bei Nachthemden, Unterwäsche und dergleichen bräuchte ich ganz dringend Ersatz. Da ich die idR nicht (sichtbar) auf der Straße trage, müssen die aber erstmal hintenanstehen. Und bei den Sportklamotten reichen vorerst ein Badeanzug und ein paar alte Yogahosen. Um neue Stücke werde ich mich gen Sommer mal kümmern.

Ich konzentriere mich zunächst auf Röcke (Hosen sind mir gerade zuviel), und zwar derer drei. Das klingt nicht nach großen Plänen, aber mit meinem Säugling auf dem Arm bin ich da lieber nicht zu großzügig. (Die Ovi mag er jedenfalls nicht, hab ich schon getestet.) Sollte ich unerwartet mehr Zeit finden, als ich für die drei Röcke brauche, stünden noch ein paar Fake-Wickelkleider aus Jersey auf der Wunschliste Dringlichkeitsliste.

Stoffe für Alltagsröcke habe ich Zuhauf auf Lager. Lediglich
die Farbwahl ist etwas schwierig. Meine ‚richtigen‘ Wintersachen sind eher braun, die Sommersachen eher blau. Ich habe versucht, Stoffe aus meinem Vorrat zu zupfen, die mit Oberteilen beider Garderoben funktionieren, auf Nummer sicher und so. Mindestens fünf neue Kombinationen pro Rock habe ich mir als Ziel gesetzt. Drei habe ich bei neuen Einzelteilen für den Alltag üblicherweise im Blick, darunter geht nix.

Geplant habe ich einen schon einmal genähten Ottobre-Schnitt aus dem Heft 05/2013, größer abgepaust habe ich ihm bereits, und den fünfbahnigen Glockenrock aus der letzten September-Knip. Bei letzterem kann ich mir immerhin einbilden, daß ich ihn bei Bedarf anpasse. Außerdem habe ich ein interessantes Exemplar aus einem karierten Stoff gesehen. Gegen eine Neuauflage von Simplicity 2451 hätte ich aber auch nichts einzuwenden. Leider ist der Schnitt gerade nicht auffindbar. Daher wird Rock Nr. 3 ein Hollyburn oder halber Teller, da bin ich noch leicht unentschlossen.

Der Tauchgang in der Rock-Stoff-Kiste hat folgendes zutage befördert:

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Ja, das sind sechs Stoffe statt drei. Und das ist ein ganz mieses Foto, daß aber immerhin zum miesen Wetter draußen paßt, wenn es den Stoffen schon nicht gerecht wird. Aber einer nach dem anderen.

Der Stoff ganz links ist der zweieiige Zwilling vom VoKuHiLa-Hollyburn, also eigentlich der gleiche Stoff, aber in dünn. Blau-dunkelgrau. Soll für einen tragbaren Testlauf des Knip-Rockes herhalten.

Daneben liegt ein schwarz-brauner Stoff mit einem feinen Gittermuster. Eher schwer, aber nicht steif, dafür etwas spießig. Absoluter Kandidat für Hollyburn, ein gerade Schnitt wäre zu langweilig.

Dann kommt ein recht lockerer Stoff, Köperbindung in schwarz-weiß würd ich sagen. Vor vielen Jahren aus einer Restkiste gezogen, sollte immer ein Onion-Faltenrock werden. Qualifiziert sich gerade für den Knip-Schnitt.

Danach ein blauer Cord, der farblich Richtung petrol lehnt. Das wird definitiv ein Ottobre-Rock. Für mehr reicht es auch nicht.

Auf den Cord folgt ein jeansartiges Etwas mit viel Strech, der ist aber bereits ausgeschieden.

Ganz rechts liegt ein petroliger Dekostoff. Mit der linken Seite nach außen vor Jahren schon mal erfolgreich zu Simplicity 2451 verarbeitet. Da der ja leider verschollen ist, wird es also Ottobre.

Mit der kleinen Ausnahme des letzten Stoffes ist da kein Herzensstoff bei, sonst wäre ich zurückhaltender, sie ausgerechnet jetzt zu vernähen. Bis auf das graue Reststück sind meiner Erinnerung nach sogar alle Stoffe aus Wolbeck! Mal sehen, womit ich anfange.

Das Tüpfelchen auf dem I wäre es, wenn ich es dann noch schaffte, hier vorbeizuschauen um zu sehen, was die anderen Damen so geplant haben. Vielen Dank an Siebenhundertsachen für die Idee und die Organisation!

P.S. Das ist übrigens der erste Post, der auf dem Handy entstanden ist, Wischtastatur sei Dank! Also, falls da irgendwo sich da ein merkwürdig deplaziertes Wort eingeschlichen haben sollte, hielt Autokorrekt sich wieder für schlauer als mich!

 

 

 

Nähmutti-Debüt

Mein Strickmutti-Debüt hatte ich ja bereits im Frühjahr, jetzt hab ich doch endlich auch mal die Nähmaschine angeschmissen. Daß da bislang noch nichts entstanden ist, liegt weniger am Wollen oder Können als an den Bergen an geschenkter und geliehener Ausstattung, die sich hier schon eingefunden haben und ich produziere ungerne, nur um zu produzieren.

Um diese Hose kam ich aber aus zwei Gründen nicht herum. Zum einen hat der Mann eine heimliche Sofa-Hose aus diesem Stoff. Heißgeliebt. Zum anderen war klar, daß die Reste nur noch für zwei sehr kleine Hosenexemplare reichen würden.

Der Schnitt ist Babyhose ‚Ras‘ von Nähfrosch. Er soll genug Platz für einen prächtigen Stoffwindelpo bieten, kommt mir insgesamt aber auch in Größe 56 riesig vor. Wenns dafür länger passt.. Übrigens besteht die ganze Hose nur aus einem Teil + Bündchen.

Da für diesen Fleece eine Menge Polytierchen gestorben sind, habe ich die Hose mit einem ausrangierten Shirt von mir gefüttert. Allerdings habe ich dabei auf einen Zuschnitt im Bruch verzichten müssen.

Vorhang auf!

Dolores – auch als ‚U‘

Nach dem Washi hatte ich Webstoffe für die nächsten Monate schon mal abgehakt und war schwer versucht, nicht schon mal ein paar neue Stücke für nach der Geburt zu produzieren, aber ob mir das Paßformorakel wohlgesonnen ist? Muß ich nicht ausprobieren. Daher habe ich dann vor ein paar Wochen doch noch ein ‚Umstands’sommerkleid produziert, aber mit Herbstpotential.

Nach einer etwas ausgiebigeren Google-Suche bin ich auf den Hemdblusenkleid-Schnitt ‚Dolores‘ von Milchmonster gestoßen. Dieser bietet eine ‚Umstandsversion‘, ist aus Webstoff und davon habe ich definitiv mehr im Keller als Jersey.

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Kurz zum Schnittmuster an sich: Verfügbar als PDF, die Größen reichen von 32 bis 48. Nebst einer sehr ausführlichen Anleitung (gut 120 Seiten) werden die unterschiedlichen Komponenten in separaten Dateien bereitgestellt. Zwar ist das Ausdrucken dadurch etwas aufwändiger, aber man klebt zielgerichteter die benötigten Teile zusammen. Zudem werden in der Anleitung zu einigen Punkten verschiedene Nähalternativen angeboten. Etwas ungewohnt für mich war die bereits vorhandene Nahtzugabe von 7mm. Die erklärt sich aber dadurch, daß als Hauptwerkzeug die Ovi vorgesehen ist, was die Näherei natürlich deutlich beschleunigt.

Ich habe Oberteilvariante B (D-Cup) und die ‚Umstandsversion‘ gewählt. Da der Schnitt für eine Körpergröße von 1m65 konzipiert ist, habe ich an gleich zwei Stellen im Oberteil Länge eingefügt (einmal oberhalb des Abnähers und dann im Abnäher, quasi einen rein horizontalen FBA) und nochmal 15cm am Saum (5cm weniger hätten aber auch gereicht). Taschen sind leider nicht vorgesehen und mir ist das auch zu spät aufgefallen.. mangels Lust, die Ovinähte aufzutrennen, bleibt es jetzt dabei.

Der Stoff ist Tula Cotton Soft aus meinem Lager. Ein Baumwollstöffchen, leicht und mit einer glatten Oberfläche, aber auch recht durchscheinend. Empfohlen werden im Schnitt leichte bis mittelschwere Blusenstoffe. Dies ist mein erstes Hemdblusenkleid ohne Muster. Blau war da wohl nicht die allerbeste Wahl, denn es erinnert mich doch stark an einen Arbeitskittel. Immerhin ist dafür der Kleiderschrankkombinatorikfaktor besonders hoch. Frau kann halt nicht alles haben. :-/

Die (leider sehr unaufgeregten) Glasknöpfe stammen aus meinem Fundus. 13 Stück waren es und die habe ich auch alle verbraten.

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(Ja, der Photograph hatte mal wieder keine Lust mehr.)

Die Kosten für diese Zwangerschapsjurk belaufen sich auf €7,50 für das Schnittmuster, sämtliche Materialien stammen aus dem Vorrat. Ungefudelt heißt das: Stoff waren mal 3m à €5,90 (?), die Knöpfe stammen aus einem Knopfglas mit einem Kostenpunkt von €3, Einlage, Garn, Papier etc. kann ich nicht weiter beziffern.

Insgesamt passt es gut in mein derzeitiges ’schnell und sparsam‘-Schema. Ich hoffe, daß es mich die nächsten Wochen noch begleiten kann, genügend Platzvorrat sollte da sein.

U-Washi

Im Frühjahr dachte ich mir, daß ein Babybauch doch die ideale Gelegenheit wäre, endlich mal ein Empirekleid zu nähen, sonst nicht so die ideale Linie für mich. Ich habe mich für den Washi-Schnitt von Made by Rae entschieden, da mir der dank der Falten im Rockteil von Haus aus schon gut geeignet schien und ich eine Menge schöner Exemplare entdeckt habe.

Die Anpassungen habe ich noch vor dem Hochzeitsgastkleid gemacht, also Anfang Mai, genäht Ende Mai, seitdem viel getragen und noch mehr dran ‚herumgebastelt‘.

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Ein FBA war unumgänglich (Fehler: Ich hätte den Abnäher aufteilen sollen.). Dem Rock habe ich danach auch noch zwei zusätzliche Falten hinzugeschummelt. Leider sitzt das Oberteil inzwischen nicht mehr ganz so optimal. Daß ich zwischenzeitlich umständehalber auf andere Sorte BHs umgestiegen bin, ist sicherlich auch nicht hilfreich. Außerdem liegt der Ausschnitt nicht mehr schön an (nach Beleg, Schrägband und jetzt wieder Beleg), aber ich kann nicht gerade nicht dazu aufraffen, nochmal an die Schulternaht zu gehen. Die Verlängerung des Saumes, wenn ich mich recht erinnere 10cm, hat auch nicht ganz gereicht, daher habe ich Schrägband als Saumbeleg zweckentfremdet.

Am Rücken ist eine Menge Stoff zuviel unterwegs, die das Kleid jetzt allerdings extra bequem macht. Warum allerdings meine Maschine so lasch smokt, ist mir etwas schleierhaft. Ich tippe auf die fehlende Spulenkapsel.

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Mein Hauptproblem war aber der Stoff an sich. Eine einfache Baumwoll-Popeline, die ich vor ein paar Jahren für Cambie 3 gekauft habe, welches aber nie das Licht der Welt erblickt hat. Leider mochte meine Nähmaschine den Stoff gar nicht. Da half keine neue Nadel, keine Reinigung, anderes Füßchen, Garn, Fadenspannung…. Ein ungewohnt miserables Stichbild.

Kurz: Trotz aller Unzulänglichkeiten und der fehlenden Balance im Kleid trage ich ganz gerne. Es knittert wenig, das Muster versteckt viel und bei dem Wetter derzeit ist der Rock schön luftig, wenn auch optisch sehr voluminös.

washi

Der Nähflopp des Jahres

Da ich das Shirt immerhin öfter drei (3!) Mal getragen habe, ist es offiziell ja kein TfT. Aber keinen Deut besser.

Schuld ist der Stoff. Ein €2-Reststück aus Wolbeck mit einigen Schnitten drin und Markierungen drauf, sehr angenehme Viskose mit massig Elastan. Trotz aller Widrigkeiten hat es für ein Shirt nach meinem Standardschnitt gereicht. Ich habe ihn sogar brav vorgewaschen. Nicht, daß das was genutzt hätte. Bei jeder Wäsche hat es ein paar Centimeter an Länge abgenommen und nach der 3. des fertigen Shirts sind wir nun offiziell bei ‚bauchfrei‘ angelangt.

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Prä-Babybauch bauchfrei übrigens. Wie es sich bis jetzt noch so gut im Kleiderschrank verstecken konnte, ist mir schleierhaft.

Es läßt sich immer noch brav in jede Richtung einmal um den Globus spannen, aber, wie das mit sehr elastischen Dingen so ist, wenn keiner sie davon abhält, ziehen sie sich auch gerne wieder zusammen. Und ich kann ja nicht den ganzen Tag mit einer Hand am Shirtsaum hängen.

Nun denn, ciao, war leider nicht so schön mit Dir, wie erwartet!