Stoffdiät März-Update

Knapp zwei Monate sind verflogen, im Vergleich zum Vorjahr habe ich exorbitant viel genäht (kein Baby mehr, daß den Abend auf meinem Bauch verdöst) und ein paar Meter Stoff weniger kann ich auch vorweisen. Insgesamt habe ich aber mehr Nähzeit mit meinem Flickkorb, NfAs und der Suche und Auswahl passender Schnitte verbracht, als mit Abbau-Projekten. Dafür habe ich jetzt eine stattliche Liste mit möglichen Projekten, auf die ich zu Inspirationszwecken zurückgreifen kann.

Außerdem muß ich mehr Fotos machen.

Als einziges (fertig gewordenes) Kleidungsstück für mich habe ich ein Lady Skater-Kleid genäht.

[Bild folgt]

Den Jersey in Jeans-Optik mit Möwen (BW mit Elastan) habe ich sogar relativ kürzlich gekauft. Insgesamt drei Meter. Da ich den Schnitt deutlich verlängern musste, brauche ich deutlich mehr Stoff als angegeben.  Für ein (langes) Top für mich reichen die Reste nicht, daher wandern die in die Restekiste und werden abgeschrieben. Vielleicht bekommt der Filius noch was draus.

Das ist mein zweites Kleid nach dem Schnitt und ich schätze, ich werde ihn entweder mithilfe meines Shirt-Schnittes überarbeiten oder jenen direkt mit einem Rockteil verbinden, sofern ich doch noch mehr sollte haben wollen.

 

Als erstes Projekt nach dem Start der Stoffdiät, habe ich neue Kissenhüllen für unsere kleineren Sofakissen genäht. Ich kann nur mit einem Bild des zugeschnittenen Stoffes dienen, die Kissen sind gerade beim Besuch im Gästezimmer.

Den Stoff habe ich vor ein paar Jahren bei I*EA gekauft, für €1/m habe ich gleich die restlichen 8m mitgenommen. Leider haben die Reißverschlüsse der alten Kissenhüllen das Heraustrennen nicht heile überstanden, deshalb war ich dann doch mal im Stoffladen.

Samt einem Zugluftstopper, der jetzt langsam mit Zuschneideresten gefüllt wird, habe ich 1,40m verbraucht.

 

Der Filius hat zwei Hosen nach dem Schnitt Babyhose Ras von Nähfrosch in 92 bekommen.

Der Jaquardjersey lag nur etwa halbe Breite und ist komplett verbraucht (jeweils 60cm). Der Bündchenstoff stammt auch aus meinem Vorrat. Die Kategorie ist zwar sehr dünn besiedelt, aber das macht nix. Der Mann hat kurzerhand die orangenen Ringel für die grüne Hose herausgepickt.

Extra dringend brauchte der Filius auch neue Mützen. Das Schnittmuster ist von Klimperklein, Minutenmütze in der Variante Umschlagmütze.

Hier stoße ich auf ein Problem bei der Bemessung des verbrauchten Stoffes. Rechne ich die Hälfte, weil weniger als halbe Breite benötigt? Rechne ich den Stoff erst, wenn endgültig verbraucht (hier wäre das der Wolkenstoff)? Ich habe mich für Variante 3 entschieden: Irrelevant. Mein Ziel ist ja nicht in Metern, sondern in Volumen definiert.

Außerdem habe ich ein Fat Quarter für einen Beutel für meine Freundin verbraten und einige Dekostoffe weitergereicht. Letzteres dürften so ungefähr 8m gewesen sein.

Gekauft habe ich kein einziges Fitzelchen Stoff, nur Kurzwaren.

Leider habe ich es noch nicht geschafft, alle meine Lagerstoffe zu sichten alle Stoffkisten auszugraben und einen Blick hinein zu werfen. Ich denke, ich werde aber im Laufe der Stoffdiät den ein oder anderen Meter noch gerne in einen anderen Vorrat umziehen lassen.

Während ich noch überlege, was ich als nächstes nähe, schaue ich hier mal, was die anderen so geschafft haben (und hoffe, bis zum nächsten Update etwas erfolgreicher zu sein)!

 

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Dolores – auch als ‚U‘

Nach dem Washi hatte ich Webstoffe für die nächsten Monate schon mal abgehakt und war schwer versucht, nicht schon mal ein paar neue Stücke für nach der Geburt zu produzieren, aber ob mir das Paßformorakel wohlgesonnen ist? Muß ich nicht ausprobieren. Daher habe ich dann vor ein paar Wochen doch noch ein ‚Umstands’sommerkleid produziert, aber mit Herbstpotential.

Nach einer etwas ausgiebigeren Google-Suche bin ich auf den Hemdblusenkleid-Schnitt ‚Dolores‘ von Milchmonster gestoßen. Dieser bietet eine ‚Umstandsversion‘, ist aus Webstoff und davon habe ich definitiv mehr im Keller als Jersey.

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Kurz zum Schnittmuster an sich: Verfügbar als PDF, die Größen reichen von 32 bis 48. Nebst einer sehr ausführlichen Anleitung (gut 120 Seiten) werden die unterschiedlichen Komponenten in separaten Dateien bereitgestellt. Zwar ist das Ausdrucken dadurch etwas aufwändiger, aber man klebt zielgerichteter die benötigten Teile zusammen. Zudem werden in der Anleitung zu einigen Punkten verschiedene Nähalternativen angeboten. Etwas ungewohnt für mich war die bereits vorhandene Nahtzugabe von 7mm. Die erklärt sich aber dadurch, daß als Hauptwerkzeug die Ovi vorgesehen ist, was die Näherei natürlich deutlich beschleunigt.

Ich habe Oberteilvariante B (D-Cup) und die ‚Umstandsversion‘ gewählt. Da der Schnitt für eine Körpergröße von 1m65 konzipiert ist, habe ich an gleich zwei Stellen im Oberteil Länge eingefügt (einmal oberhalb des Abnähers und dann im Abnäher, quasi einen rein horizontalen FBA) und nochmal 15cm am Saum (5cm weniger hätten aber auch gereicht). Taschen sind leider nicht vorgesehen und mir ist das auch zu spät aufgefallen.. mangels Lust, die Ovinähte aufzutrennen, bleibt es jetzt dabei.

Der Stoff ist Tula Cotton Soft aus meinem Lager. Ein Baumwollstöffchen, leicht und mit einer glatten Oberfläche, aber auch recht durchscheinend. Empfohlen werden im Schnitt leichte bis mittelschwere Blusenstoffe. Dies ist mein erstes Hemdblusenkleid ohne Muster. Blau war da wohl nicht die allerbeste Wahl, denn es erinnert mich doch stark an einen Arbeitskittel. Immerhin ist dafür der Kleiderschrankkombinatorikfaktor besonders hoch. Frau kann halt nicht alles haben. :-/

Die (leider sehr unaufgeregten) Glasknöpfe stammen aus meinem Fundus. 13 Stück waren es und die habe ich auch alle verbraten.

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(Ja, der Photograph hatte mal wieder keine Lust mehr.)

Die Kosten für diese Zwangerschapsjurk belaufen sich auf €7,50 für das Schnittmuster, sämtliche Materialien stammen aus dem Vorrat. Ungefudelt heißt das: Stoff waren mal 3m à €5,90 (?), die Knöpfe stammen aus einem Knopfglas mit einem Kostenpunkt von €3, Einlage, Garn, Papier etc. kann ich nicht weiter beziffern.

Insgesamt passt es gut in mein derzeitiges ’schnell und sparsam‘-Schema. Ich hoffe, daß es mich die nächsten Wochen noch begleiten kann, genügend Platzvorrat sollte da sein.

U-Washi

Im Frühjahr dachte ich mir, daß ein Babybauch doch die ideale Gelegenheit wäre, endlich mal ein Empirekleid zu nähen, sonst nicht so die ideale Linie für mich. Ich habe mich für den Washi-Schnitt von Made by Rae entschieden, da mir der dank der Falten im Rockteil von Haus aus schon gut geeignet schien und ich eine Menge schöner Exemplare entdeckt habe.

Die Anpassungen habe ich noch vor dem Hochzeitsgastkleid gemacht, also Anfang Mai, genäht Ende Mai, seitdem viel getragen und noch mehr dran ‚herumgebastelt‘.

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Ein FBA war unumgänglich (Fehler: Ich hätte den Abnäher aufteilen sollen.). Dem Rock habe ich danach auch noch zwei zusätzliche Falten hinzugeschummelt. Leider sitzt das Oberteil inzwischen nicht mehr ganz so optimal. Daß ich zwischenzeitlich umständehalber auf andere Sorte BHs umgestiegen bin, ist sicherlich auch nicht hilfreich. Außerdem liegt der Ausschnitt nicht mehr schön an (nach Beleg, Schrägband und jetzt wieder Beleg), aber ich kann nicht gerade nicht dazu aufraffen, nochmal an die Schulternaht zu gehen. Die Verlängerung des Saumes, wenn ich mich recht erinnere 10cm, hat auch nicht ganz gereicht, daher habe ich Schrägband als Saumbeleg zweckentfremdet.

Am Rücken ist eine Menge Stoff zuviel unterwegs, die das Kleid jetzt allerdings extra bequem macht. Warum allerdings meine Maschine so lasch smokt, ist mir etwas schleierhaft. Ich tippe auf die fehlende Spulenkapsel.

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Mein Hauptproblem war aber der Stoff an sich. Eine einfache Baumwoll-Popeline, die ich vor ein paar Jahren für Cambie 3 gekauft habe, welches aber nie das Licht der Welt erblickt hat. Leider mochte meine Nähmaschine den Stoff gar nicht. Da half keine neue Nadel, keine Reinigung, anderes Füßchen, Garn, Fadenspannung…. Ein ungewohnt miserables Stichbild.

Kurz: Trotz aller Unzulänglichkeiten und der fehlenden Balance im Kleid trage ich ganz gerne. Es knittert wenig, das Muster versteckt viel und bei dem Wetter derzeit ist der Rock schön luftig, wenn auch optisch sehr voluminös.

washi