Alles neu macht der September

Die letzten Wochen haben schon eine große Änderung mit sich gebracht – das Baby ist mit nicht ganz neun Monaten in den Kindergarten gekommen. Und statt der befürchteten Tränen gepaart mit viel Gebrüll passierte – nichts. Nur viel Begeisterung über neue Spielsachen, die es erkunden und Kinder, denen es hinterherkrabbeln kann. Und – oh! – der Morgenkreis, wenn die Gruppenleiterin die Gitarre holt. Und der riesige Sandkasten! Und ach, einfach alles sooooo interessant! (Und es freut sich, wenn ich nachmittags wiederkomme. Oder der Papa.)

Ich brauche wohl nicht zu betonen, was für ein Stein mir vom Herzen gefallen ist:

Denn für mich ist heute der letzte Tag der Elternzeit, am Donnerstag sitze ich wieder am nicht-heimischen Schreibtisch. Allerdings an einem neuen. Ja, ich habe meine alte Stelle gekündigt, auf mich wartet eine neue Aufgabe!

Das hat mich dazu gebracht, mir nochmal Gedanken über meine Garderobe zu machen. Zum einen passt nicht alles in meinem Kleiderschrank so ganz, manches habe ich in der Schwangerschaft auch bewußt über den Jordan gehen lassen bzw. einfach so lange getragen wie es irgendwie ging. Viel ist also gerade nicht drin. Zum anderen haben sich meine Bedürfnisse und Vorlieben etwas verschoben und statt in einem im Sommer tropischen und im Winter arktischen Büro werde ich künftig in einem eigentlich immer warmen sitzen, vielleicht ab nächsten Sommer mit AC. Gleichzeitig ist der unausgesprochene Dresscode noch etwas legerer. Auf Spielplätzen war ich seit den Zeiten als babysittende Studentin auch eher nicht unterwegs. Außerdem kann ich während der KiGa-/Büro-Zeit Sachen tragen, die nicht notwendigerweise stilltauglich sein müßen. Radtauglich wäre nach wie vor vorteilhaft, aber nicht mehr so notwendig wie früher, weil ich umständehalber doch deutlich weniger Strecken damit zurücklege.

Anfang des Jahres habe ich immerhin zweieinhalb Röcke im Rahmen des Brot-und-Butter-SAL von siebenhundertsachen produziert. Seither sind nebst zwei Kleidern und einem TfT/Hauskleid nur ein paar Kaufsachen dazugekommen. Und eigentlich hatte ich vor, die Eingewöhnungszeit mit Stricken und Nähen zu verbringen, daraus ist aber nichts geworden, klassische Prioritätenverschiebung. Ich seh schon, ich brauche wieder ein Nähdate mit mir selbst.

Zurück zum Thema: Was brauch ich eigentlich?

Zunächst Kleidung für vier Bürotage/Woche, dann stilltaugliche Kleider oder aber Rock-Oberteil-Kombis für die anderen drei Tage plus drei Nachmittage und zudem was ‚Nettes‘ sowie Jacken oder Mäntel. Ach ja, eine Jeans wäre nicht verkehrt.

Obwohl ich, wie schon gesagt, im Büro wohl so fast alles tragen könnte, fühle ich mich erfahrungsgemäß in einem Mindestmaß an ‚ordentlich‘ wohler, zumal mich nicht immer nur exklusiv meine neue Kollegin zu Gesicht bekommt.

Sobald wir wieder klassische Frübst-Temperaturen erreicht haben, der Sommer wird ja wohl nicht mehr lange halten, da plan ich im Frühjahr weiter, habe ich drei zwei Röcke sowie eine leicht zu groß geratene Hose und einen übergangsweise noch tragbaren Sommerrock zu bieten. Der Oberteilstapel ist stark ausgedünnt, für eine Woche Sandkasten reicht es aber noch. Bei den Pullis sieht es ganz gut aus, allerdings klafft bei den Strickjacken eine Lücke zwischen ’sommerlich‘ und ‚für ganz kalt‘ und auch farblich könnte sich da was tun. An Alltagskleidern für Frübst-Wetter hab ich gerade nur zwei, die passen, heile und bequem sind. Für das eine fehlt mir aber eine dazu passende Strickjacke. Dann wären da noch mein Regenmantel, ein ungefütterter Trench, ein Kurzmantel für extrakaltes Wetter sowie mein ‚guter‘ Wollmantel.

Eigentlich brauch ich mal wieder an fast allen Fronten was.

Da ich aus diversen Gründen an einer Nutzung/Abbau/.. meiner Stoffvorräte interessiert bin, hangel ich mich ein wenig dort entlang, wenn es um Nähentscheidungen geht. (Vor einigen Jahren habe ich mir einen Stapelabbau verordnet – nächster Stoff oben vom Stapel, kann ich was sinnvolles draus machen?, ja?, nächstes Projekt, nein?, weitergeben! – der erstaunlich erfolgreich war.)

Ganz oben auf meiner Nähliste stehen daher zwei Romanit-Kleider, da ich noch zwei kleidgroße Stücke habe – und Jersey-Kleider sind für mich die perfekte, legere Büro-Kleidung. Danach werde ich mal meinen Übergangsmantel angehen, der seit dem UFO-SAL letztes Jahr immer noch ein wenig UFO ist. Für September ist das bereits genug, fürchte ich, danach schaue ich weiter und kaufe derweil ein paar Shirts. Stoff dafür ist eh keiner mehr da.

So, und warum ich diesen ganzen Sermon geschrieben habe? Damit ich endlich mal anfange, eine Naht nach der anderen. Anders gehts gerade nicht. Nähkarmapakete sind ausdrücklich erwünscht!

 

 

 

 

 

 

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